Übergewicht und Adipositas bei Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen haben in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sprechen in diesem Zusammenhang von einer „globalen Adipositas-Epidemie“.

Im Vergleich zu den 1980er- und 1990er-Jahren ist der Anteil übergewichtiger Kinder um 50 Prozent angestiegen, der Anteil adipöser Kinder hat sich sogar verdoppelt. Diese Entwicklung setzt sich bis zu den Erwachensen fort.

Risikofaktor unausgewogene Ernährung / gesüßte Getränke

Hintergrund dieser Entwicklung ist eine unausgewogene Ernährung und ein stetig ansteigender Anteil an gesüssten Getränken. Bereits im Kindesalter wird dieses ungesunde Verhalten erlernt. Hinzu kommt, das auch in industriell gefertigter Nahrung häufig sehr viel Zucker als Geschmacksträger verwendet wird.

In dem offenen Brief werden wirksame Maßnahmen seitens der Regierung gefordert, ähnlich wie sie bereits in anderen europäischen Ländern ergriffen wurden. Aus Sicht der Ärzteschaft wird die derzeitige Haltung der Bundesregierung der Problematik nicht gerecht. Ernährungsbildung allein ist keine effektive Maßnahme gegen Übergewicht und Fehlernährung.

U.a. fordert die Ärzteschaft, das eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung der Nährwerte in Ampelfarben auf EU-Ebene eingeführt wird und die unverbindlichen Mindeststandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Kita- und Schulessen verbindlich für Einrichtungen und Caterer vorgeschrieben werden.

Der Kampf gegen chronische, nichtübertragbare Krankheiten bedarf einer umfassenden Strategie.

Wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten finden Sie den offenen Brief unter folgender Adresse:

https://www.foodwatch.org/de/offener-brief-jetzt-unterzeichnen-gegen-fehlernaehrung/